So funktioniert es
Digitale Nachtsichtgeräte arbeiten mit einem sehr lichtempfindlichen Kamerasensor. Er nutzt das wenige Licht von Mond und Sternen (Restlicht) und zusätzlich nahes Infrarot, das für uns unsichtbar ist.
Reicht das Restlicht nicht, schaltet man den Infrarot-Strahler zu – eine Art Taschenlampe mit unsichtbarem Licht. Das Gerät zeigt dann ein Schwarz-Weiß-Bild mit Konturen, Fell und Gelände, ganz ähnlich wie bei Tag.
Neben den digitalen Geräten gibt es klassische Bildverstärker mit Röhre. Sie liefern ein sehr gutes Bild, sind aber teuer. Die meisten Geräte im Vergleich sind digital.
Worauf es beim Infrarot-Strahler ankommt
Strahler mit 850 Nanometern reichen weiter, sind aber als schwaches rotes Glimmen zu sehen – manche Tiere bemerken das. Strahler mit 940 Nanometern sind praktisch unsichtbar, reichen aber nicht so weit.
Stärken
- Natürliches Bild – Konturen, Fell und Gelände sind gut zu erkennen
- Günstiger als Wärmebild, oft schon für wenige Hundert Euro
- Funktioniert auch durch Glas
- Viele Geräte zeigen tagsüber ein Farbbild
Grenzen
- In völliger Dunkelheit nur mit Infrarot-Strahler, dessen Reichweite begrenzt ist
- Wild im Gras oder im Wald hebt sich kaum ab – Finden ist schwierig
- Nebel und Regen streuen das Licht des Strahlers, die Sicht sinkt stark
- Lichter von Autos oder Laternen können das Bild überstrahlen
Für wen passt das?
- Einsteiger und Naturbeobachtung mit kleinem Budget
- Ansprechen an der Kirrung auf kurze Entfernung
- Als Ergänzung zu einem Wärmebildgerät
Geräte im Vergleich
2 Modelle mit technischen Daten und berechneter Reichweite.