Technik erklärt

Laser oder Schätzung? So messen Wärmebildgeräte die Entfernung

Laser: misst Lichtpuls hin und zurück → 100 m Schätzung: rechnet mit angenommener Größe echt: 100 m, 60 cm angenommen 90 cm → Anzeige 150 m

So misst ein Laser

Das Gerät sendet einen kurzen, augensicheren Lichtpuls aus und misst die Zeit, bis das reflektierte Licht zurückkommt. Weil Licht immer gleich schnell ist, ergibt sich daraus die Entfernung – unabhängig davon, wie groß das Tier ist.

So schätzt eine KI oder ein Stadiameter

Beim stadiametrischen Verfahren bringst du das Tier zwischen zwei Markierungen im Bild und wählst die Tierart. Eine KI-Funktion erkennt das Tier selbst. In beiden Fällen rechnet das Gerät mit einer angenommenen Größe: Je kleiner das Tier im Bild, desto weiter weg muss es sein.

Beispiel: Das Gerät nimmt für Sauen 90 cm Höhe an. Steht da ein Überläufer mit 60 cm auf 100 m, zeigt die Schätzung rund 150 m an – 50 Prozent daneben.

Wie wir das kennzeichnen

Shops schreiben auch bei Schätzfunktionen oft „Entfernungsmesser“. Wir zeigen „Laser“ nur, wenn ein Laser ausdrücklich genannt ist. Bei einer Schätzfunktion steht „nur Schätzung, kein Laser“, ohne Angabe „kein Laser angegeben“.

Stärken

  • Laser: genau, unabhängig von der Größe des Tieres
  • Schätzung: kostet nichts extra und braucht keinen Strom für den Laser

Grenzen

  • Laser: teurer, braucht freie Sicht auf das Ziel
  • Schätzung: ungenau, sobald das Tier nicht der angenommenen Größe entspricht

Für wen passt das?