So sieht ein Wärmebildgerät das Wild

Situation wählen, Gerät einstellen, Entfernung schieben – und sehen, was du wirklich erkennst.

Für Kenner: Reichweite genau nachrechnen

Gib Sensorauflösung, Pixelgröße und Objektiv ein oder wähle ein Gerät. Der Rechner zeigt Sehfeld und einheitliche Reichweiten für Entdecken, Erkennen und Ansprechen.

So wird gerechnet

Jeder Bildpunkt des Sensors deckt einen kleinen Winkel ab: Pixelgröße geteilt durch Brennweite. Daraus folgt, wie viele Bildpunkte ein Tier auf einer bestimmten Entfernung bedeckt. Die Stufen: Entdecken ab 2 Bildpunkten, Erkennen ab 8 Bildpunkten, Ansprechen ab 25 Bildpunkten über die Höhe des Tieres. Entdecken und Erkennen folgen den Johnson-Kriterien; Ansprechen heißt, Details wie Gesäuge, Pinsel oder Klötze zu erkennen – dafür braucht es deutlich mehr Bildpunkte.

Wichtig für die Auswahl: Die Reichweite hängt nur von Pixelgröße und Objektiv ab. Eine höhere Sensorauflösung bringt bei gleicher Pixelgröße und gleichem Objektiv ein breiteres Sehfeld – nicht mehr Reichweite. Mehr Reichweite bringt ein längeres Objektiv oder ein Sensor mit kleineren Pixeln.

Die Werte sind theoretisch und gelten bei idealen Bedingungen. Nebel, Regen, Luftfeuchte, Wärmeempfindlichkeit (NETD), Display und Auge verkürzen sie. Hersteller rechnen mit anderen Zielgrößen und Kriterien, deshalb weichen ihre Angaben ab. Zum Vergleich der Geräte untereinander ist eine einheitliche Rechnung aber besser geeignet.